Finanz-Lexikon
Aufgeld (Optionsscheine)
Durch die Emission von Asset-Backed-Securities (ABS) erhält ein Unternehmen liquide Mittel: Das Unternehmen verkauft einen Teil seiner Forderungen an eine eigens für dieses Finanzierungsmodell gegründete Tochtergesellschaft. Diese refinanziert sich durch die Ausgabe von ABS. Die Emission von ABS ist auch auf Forderungen möglich, die in Raten bezahlt werden, z. B. Forderungen aus Leasing-Finanzierungen, Autokrediten mit längerer Laufzeit, gesicherten Konsumentenkrediten und ähnlichen Forderungen. ABS werden getilgt, sobald die Forderungen durch die Schuldner beglichen wurden.
Durch die Finanzierung über ABS erweitern Unternehmen ihre bilanzpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten und senken ihre Finanzierungskosten.
"AS" steht für "Altersvorsorge-Sondervermögen". Da das Ziel von AS-Fonds der Vermögensaufbau für die Altersvorsorge ist, gibt der Gesetzgeber Grundstrukturen für die Zusammensetzung der AS-Fonds aus Aktien, Anleihen, Immobilien und liquiden Mitteln vor. Der Fonds ist somit nicht auf bestimmte Anlageformen ausgerichtet. Schwerpunkt der Anlagen sollten jedoch Substanzwerte sein. Erträge werden grundsätzlich thesauriert.
Bei Kauf eines Fondsanteils ist die Kapitalanlagegesellschaft verpflichtet, dem Anleger einen Sparplan mit einer Laufzeit von mindestens 18 Jahren anzubieten. Dieser sieht regelmäßige Einzahlungen bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres vor. Am Ende der Laufzeit wählt der Anleger zwischen einer einmaligen Auszahlung oder einem Auszahlungsplan mit monatlich festgelegten Beträgen.
Das Aufgeld wird ermittelt, um einen Optionsschein zu einem bestimmten Zeitpunkt zu bewerten. In der Regel wird zur besseren Einschätzung des Optionsscheins das Aufgeld bezogen auf ein Laufzeitjahr (jährliches Aufgeld) ausgewiesen.
Indizes spiegeln die Entwicklung einer Branche oder eines Marktes wider. Ihre Zusammensetzung wird daher regelmäßig an die aktuellen Entwicklungen innerhalb des Referenzraumes angepasst. So werden z. B. Aktien, deren Marktkapitalisierung und Börsenumsatz auf Basis des Freefloat zugenommen haben, in einen Index aufgenommen; andere Unternehmen scheiden aus dem Index aus. Außerordentliche Ereignisse wie Notierungseinstellung, Vergleich, Konkurs, Notierungsaufnahmen führen ebenfalls zu einem Austausch der Werte in einem Index.
Änderungen in der Zusammensetzung des DAX® werden planmäßig nur im September, beim MDAX® und TECDAX® zusätzlich auch im März vorgenommen. Beim SDAX®und NEMAX® 50 kann sich die Zusammensetzung an jedem Verkettungstermin, d. h. im März, Juni, September und Dezember, ändern.
Darüber hinaus kann ein Unternehmen außerhalb der ordentlichen Überprüfungstermine aus dem Index genommen werden, wenn es beim Kriterium Marktkapitalisierung und Börsenumsatz nicht mehr zu den 45 größten Unternehmen zählt, bzw. aufgenommen werden, wenn es beim Kriterium Marktkapitalisierung oder Börsenumsatz eines der 25 größten Unternehmen ist. Ein Austausch erfolgt dann zum nächsten Verkettungstermin.
Anleihen werden von der "öffentlichen Hand", von Kreditinstituten oder Unternehmen begeben und über Banken verkauft. Sie dienen dem Emittenten zur langfristigen Finanzierung durch Fremdkapital. Der Gesamtbetrag einer Anleihe teilt sich auf kleinere Teilbeträge von mindestens 50 Euro auf. Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale einer Anleihe sind: Laufzeit, Zinszahlung und Art der Verzinsung. Die durch eine Anleihe verbrieften Rechte sind gesetzlich festgeschrieben, werden jedoch in der Regel durch zusätzliche Anleihekonditionen ergänzt.
Nach der Art ihrer Verzinsung unterscheidet man:
· Anleihen mit konstanter Verzinsung über die gesamte Laufzeit
· Anleihen mit variabler Verzinsung während der Laufzeit
· Anleihen ohne Nominalverzinsung (Nullkupon-Anleihe).
Synonyme: Bonds, Festverzinsliche Wertpapiere, Obligationen, Renten, Schuldverschreibungen

