Zusatzbeiträge für Kassen-Mitglieder - jetzt sparen!

So können Krankenversicherte ihre Beiträge senken
Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) müssen jetzt mit Zusatzbeiträgen rechnen. Aber es gibt Sparmöglichkeiten: Wer weniger zahlen will, kann spezielle Tarife wählen. Doch so manches Modell hat seine Tücken.
Mit einigen Tricks kann jeder seine Kosten drücken
Inzwischen bietet jede Kasse eine Vielzahl von Tarifen und Programmen an, mit denen leicht der eine oder andere Euro gespart werden kann. Die Krankenkassen haben in punkto Leistungen und Service zwar wenig Spielraum, denn letztendlich schreibt das Sozialgesetzbuch rund 95 Prozent der Leistungen, welche die einzelnen Kassen erbringen müssen, vor. Aber in den verbleibenden fünf Prozent unterscheiden sich die Anbieter zum Teil erheblich. Zudem lässt sich mit Selbstbehalt- und Rückerstattungstarifen sowie Bonus- und Hausarztprogrammen Geld sparen. Auch wer an Programmen für chronisch Kranke oder zur integrierten Versorgung teilnimmt, kann sparen.
Fitness wird gefördert
Wer seine Gesundheit auf Vordermann bringen, sportlich aktiv werden und Pfunde verlieren möchte, sollte einen Blick auf die Bonusprogramme der einzelnen Kassen werfen. Viele Krankenversicherungen bieten mit Kooperationspartnern wie Sportvereinen oder Sportstudios z.B. Sport- und Gesundheitskurse an. Von diesen übernehmen die Kassen einen Teil der Kosten. Bevor Versicherte einen Gesundheitskurs besuchen, sollten sie bei ihrer Kasse klären, ob und wenn ja in welcher Höhe die Kosten übernommen werden. Manche Krankenkassen veranstalten auch Kurse, die die Mitglieder dann kostenlos nutzen können.
Viele Kassen überweisen zudem am Ende des Jahres Bonusprämien an ihre Kunden, sofern diese an Kursen und Präventionsmaßnahmen teilgenommen haben. Einige Anbieter geben ihren Mitgliedern Bonushefte, in denen sie sich die Teilnahme an Gesundheitskursen oder Vorsorgeuntersuchungen bestätigen lassen können. Je nach Kasse sind die Ersparnisse ganz ansehnlich.
Mit Hausarzttarifen sparen
Bei diesem Tarif benennt der Versicherte einen Hausarzt, der bei Beschwerden immer die erste Anlaufstelle ist. Im Gegenzug bekommt der Versicherte z.B. die gezahlte Praxisgebühr erstattet. Übrigens: Alle Kassen müssen einen Hausarzttarif anbieten.
Selbstbehalt-Tarife vor allem für Gesunde
Wer seine monatlichen Beiträge deutlicher drücken möchte, kann auch einen so genannten Selbstbehalt-Tarif wählen. Bei diesem lassen sich je nach Einkommen und Kasse bis zu 600 Euro im Jahr sparen. Im Gegenzug zahlt der Versicherte die Arztrechnung bis zu einem bestimmten Betrag aus der eigenen Tasche.
Ein Beispiel: Wer einen Selbstbehalttarif in Höhe von 1.000 Euro vereinbart, dem winken dann 600 Euro im Jahr als Gutschrift - sofern der Versicherte nur für Vorsorgeuntersuchungen einen Arzt aufsucht.
Muss er sich doch behandeln lassen, trägt der Patient das Risiko, am Ende des Jahres neben dem ohnehin fälligen Beiträgen zusätzlich 400 Euro zahlen zu müssen. Bei vielen Tarifen zahlt der Kunde drauf, wenn er doch zum Arzt muss. Nur Gesunde, die sich den Gang zum Arzt sparen, kommen dann unterm Strich günstiger weg.
Geld zurück bei Rückerstattungstarifen
Mit geringerem finanziellen Risiko verbunden sind so genannte Rückerstattungstarife. Dafür fällt die mögliche Ersparnis im Vergleich zu Selbstbehalttarifen auch etwas geringer aus.
Ein Beispiel: Ein gesetzlich Versicherter (45.000 Euro Jahreseinkommen), der einen Tarif mit Beitragserstattung wählt, erhält am Ende des Jahres - sofern er neben Vorsorgeuntersuchungen keine weiteren Arztleistungen in Anspruch nimmt - rund 570 Euro. Diesen Betrag erhält der Versicherte jedoch nur dann, wenn er und der mit ihm versicherte Partner oder die Kinder keine Arztleistungen in Anspruch nehmen.
AWD-Rat


